BioWare-Gründer Zeschuk: 'Sie haben nie ein Spiel gemacht' – Kritik an Branchenführung

Der BioWare-Mitgründer Greg Zeschuk hat sich erneut kritisch zur Führung der Gaming-Branche geäußert, nachdem BioWare vom Mutterkonzern Electronic Arts geschlossen wurde. In Berichten, unter anderem von 80lv, betonte er, dass viele Spitzenkräfte aus dem Business- statt aus der Entwicklungswelt stammen und daher oft wenig von den praktischen Herausforderungen der Spielproduktion verstehen.

Er warnte vor der Idee, hochwertige Spiele einfach durch KI oder zufällig zusammengewürfelte Teams zu reproduzieren, denn das funktioniere nicht.

Er sagte zudem, dass er keinerlei Reue über die Übernahme von BioWare durch EA empfindet, weil diese Stabilität und Wachstum ermöglicht habe. Gleichzeitig blieb er skeptisch gegenüber dem späteren Engagement von Saudi-Arabiens PIF: BioWares ungewöhnliche, lange Entwicklungsprozesse würden sich nicht gut mit dem Guns-and-Sports-Modell des neuen Eigentümers vereinbaren lassen.

Zeschuk betonte, dass er nicht vorhat, in die Spieleentwicklung zurückzukehren. Er genieße es, als Verbraucher zu spielen, und sehe Edmonton als Ort, an dem Innovation immer wieder sichtbar werde. Die Nachricht über BioWares Schließung traf ihn persönlich, doch er betonte, dass er keine persönlichen Rückschläge erlebe und außerhalb der Branche bleibe.


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