Warren Spector geht in den Ruhestand: Eine Ära der Immersive-Sims endet
Warren Spector zählt zu den prägenden Figuren der Gaming-Branche. Nach mehr als vier Jahrzehnten in der Entwicklung kündigt der Veteran seinen Rückzug an — eine Nachricht, die das Ende einer Ära für Immersive-Sims markieren könnte.
In einem knappen LinkedIn-Beitrag bestätigt er: "I'm retiring from game development." "At least I think so. I've been here before and changed my mind but this time I'm pretty sure I mean it."
Seine Karriere reicht von Tabletop-RPGs über Brettspiele bis hin zu digitalen Hits. Zu seinen wichtigsten Titeln zählen Ultima Underworld, System Shock und Deus Ex — plus Invisible War und Deadly Shadows. In Teams unterschiedlicher Größe arbeitete er sowohl bei Großkonzernen als auch in Startups, und er sagt, er habe eine großartige Karriere hingelegt und vielen talentierten Leuten geholfen.
Mit dem Ruhestand kommen gemischte Gefühle: Er habe das Gefühl, getan zu haben, was er sich vorgenommen habe, und möchte jetzt Bücher schreiben, viel lesen, Vorträge halten und eventuell beraten. Und ja, ein Keyboard wartet darauf, wieder bespielt zu werden: "There’s a keyboard here just waiting for me to get my piano chops back."
Er betont weiterhin, dass Erfolge nie nur eine Person tragen. Beim 25-jährigen Deus-Ex-Jubiläum ließ er durchklingen, dass das Konzept möglicherweise von ihm stamme, das fertige Spiel jedoch der großartigen Mannschaft gehört habe.
Für die Zukunft wünscht er sich drei unvollendete Projekte: eins groß, eins klein und eins, das er sich nicht zu machen traut. Die Branche habe sich verändert und sei nicht mehr so spaßintensiv, doch er hofft auf eine neue Generation, die neue Ideen mitbringt.
Bei Otherside Entertainment laufen die Dinge nicht rund: Underworld Ascendant war problematisch, Thick as Thieves erschien besser, fand aber kein dauerhaftes Publikum. System Shock 3 endete nach der Übernahme durch Tencent und blieb unvollendet. Dennoch hält er sich offen für eine Rückkehr.
Takeaway: Spector erinnert daran, dass Gaming kein fertiges Problem ist und Raum für Experimente bleibt. Die nächste Generation werde die Bühne nutzen und neue Ideen vorantreiben.
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