Warren Spector: Bitterkeit über fehlende Credits für Oswalds Comeback

Eine kleine, aber scharfe Debatte schlägt in dieser Woche Wellen: Warren Spector, Kopf hinter Epic Mickey, fühlt sich leicht bitter, weil sein Studio Junction Point nicht die verdiente Anerkennung erhält, die Oswalds Comeback verdiente.

Auf LinkedIn hat Spector über Disney's kommende Oswald-Miniserie gesprochen, die von Jon Favreau beim D23-Event vorgestellt wurde. Er ist gespannt, betont aber, dass die Rückkehr des Charakters nicht als Debüt seiner eigenen Arbeiten missverstanden werden sollte.

Oswald entstand ursprünglich in den 1920er Jahren; Disney verlor kurz darauf die Rechte, und erst 2006 erwarb Disney die Rechte zurück. Seitdem tauchte Oswald in Spielen und Shorts auf, bevor Epic Mickey 2010 ihm eine Disney-Rolle gab – gefolgt von Epic Mickey 2: The Power of Two (2012), in dem Oswald erstmals eine Stimme erhielt (Frank Welker). Zudem erhielt Ortensia ihren Namen, ihre Stimme und ihre Rolle als Oswalds Geliebte – Elemente, die nach Ansicht Spectors nicht zu Disney gehören.

Spector schildert, dass er zwar enthusiastisch sei, er aber befürchte, dass viele Oswald heute nur als das neue Debüt sehen, statt die Arbeit seines Teams zu würdigen. „Ich bin gespannt, aber es klingt, als würde man den Charakter neu einführen, ohne die vorangegangene Arbeit zu würdigen“, fasst er sinngemäß zusammen.

Der Kontext ist kompliziert: Epic Mickey war kommerziell durchwachsen und gilt heute als vergesslich, trotz starker Konzeptkunst. Die 2024 veröffentlichte Rebrushed Edition für PC erhielt überwiegend positive Bewertungen, was mit der Einbindung von Deus Ex-DNA in Verbindung gebracht worden ist. 2012 folgte Epic Mickey 2, doch der Verkauf blieb hinter Erwartungen zurück, und Junction Point schloss kurz darauf. Diese History steht im Raum, während Oswald 2027 als Miniserie zurückkehren soll.

Zusammengefasst: Spector plädiert dafür, die Arbeiten des Junction Point-Teams sichtbar zu würdigen, bevor Hollywood die Games in der Erinnerung verblassen lässt. Für Fans bedeutet das ein Stück Spielgeschichte, das besser dokumentiert werden sollte, während Oswalds kommendes Comeback eine Chance für eine faire Anerkennung sein könnte.


Quelle: Zum Originalartikel

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