Total War: Warhammer 40k lässt fast tote Space Marines in Dreadnoughts weiterkämpfen
Eine überraschende Wendung aus dem Total War-Universum: Space Marines, die am Rand des Permadeaths operieren, bekommen einen neuen Lebensfunken – indem sie in Dreadnoughts gesteckt werden, um weiterzukämpfen.
Auf der Gamescom-Demo wurde im Alpha-Strike-Livestream die Kampagnenstruktur vorgestellt: Jede Solarregion fungiert als eigenständige Campaign, und nach Abschluss einer Campaign zoomt man in den Crusade Theatre, um in einem anderen System weiterzuspielen – mit Carry-over von Charakteren und Begleittruppen. Insgesamt dürften rund zehn Systeme pro Theatre folgen, bis der große Abschluss auf Armageddon ansteht. Ob man tatsächlich alle Campaigns durchspielen muss, ist nicht zwingend, aber der Umfang soll größer sein als alles, was Creative Assembly bislang gemacht hat – selbst Immortal Empires.
Zu den Details gehören: Helden können Follower an sich binden, um die Aufstellung ihrer Leibwächter zu verändern; sämtliche Waffenkonfigurationen der Truppen sind frei konfigurierbar; es gibt planetare Gouverneure, deren Gunst Diplomatie-Aktionen freischaltet; Space Marines können Planetary Defense Armies der Imperial Guard als Backup übernehmen; die Imperial Guard können auf Planeten verschiedene Strukturen errichten, darunter Artillerie-Batterien und Deathstrike-Missilelaunchers.
Eine besonders lore-dichte Neuerung: Man kann fast tote Space-Marine-Charaktere in Dreadnoughts versetzen, damit sie weiter dienen. Im Stream wird erläutert, dass diese Art von Dienern auch nach dem Tod weiterkämpfen können – als etwas schwerer, aber noch immer mächtig. Dreadnoughts und Land Raiders werden so eher zu Charakteren denn zu Maschinen, rare, mächtige und kostbare Relikte.
Für Lore-Enthusiasten bedeutet das eine neue Tiefe: Die Helden bleiben als Retinue präsent, auch wenn deren ursprüngliche Körper dem Verfall geweiht scheinen. Das dürfte die Bindung zu einer kleinen, elitär zusammengestellten Space-Marine-Truppe stärken, während man die Crusade-Theater durchläuft.
Zusammen mit der bislang größten Campaign-Architektur scheint Total War: Warhammer 40k hier neue Maßstäbe zu setzen: größer, tiefer und mit stärkeren Rollenspiel-Elementen als zuvor, was sich in der Demo-Show und den beschriebenen Strukturen widerspiegelt.
Was bedeutet das für Spieler? Langfristige Kriegsführung statt simpler Schlachtenfolge: Helden mit Begleitern, maßgeschneiderte Ausrüstung, Governance und kaiserliche Backups – eine eindringliche Mischung aus 40k-Lore und Grand Strategy, die die Serie weiter ausdehnt.
Quelle: Zum Originalartikel