Memory-Knappheit: Angebot sinkt voraussichtlich um 70 Prozent
Die Speicher-Saga in der Gaming-Welt nimmt kein Ende: RAM- und SSD-Preise bleiben hoch, und die Branche rechnet damit, dass die Versorgung weiter einbrechen wird. Die Prognose: ein Rückgang von rund 70 Prozent beim verfügbaren Speicher.
Apacer-CEO C.K. Chang warnte, dass Engpässe voraussichtlich bis 2026 anhalten. Die Folge: Hersteller dürften 2027 nur rund 30 Prozent ihrer 2026-Versorgung freigeben — eine Entwicklung, die Betriebskosten stärker treibt als bloße Materialpreise.
Um dem entgegenzuwirken, sichern viele Elektronik-Hersteller Mehrjahresverträge und stapeln Vorräte, bevor sich der Markt dreht. Die Signale deuten zudem darauf hin, dass das Risiko von Preissteigerungen vor allem von Enterprise-Hardware getragen wird; der Phison-CEO deutete an, dass viele Consumer-Electronics-Hersteller bis Jahresende Bankrott gehen oder Produktlinien einstellen könnten.
DRAM trifft die Preise besonders hart: Schätzungen zufolge gehen etwa 60 Prozent der DRAM-Kapazität in Server- bzw. Rechenzentrum-Anwendungen. DDR5 RDIMM-Servermodule haben deutliche Preisanstiege erlebt – und dürften weiter hoch bleiben.
Ein Lichtblick: Das Tempo der Preisanstiege könnte sich verlangsamen, sobald das tatsächliche Angebot weiter schwindet. Für Gamer bedeutet das zwar, dass RAM und Speicher nicht einfach zu finden und eher teuer bleiben könnten — die Nachfrage aus dem Gaming-Segment bleibt schwach, während AI und Enterprise weiterhin die Lücken füllen.
Was heißt das für euch? Geduld beim Aufrüsten zahlt sich aus, Angebote im Blick behalten und Speicher erst dann kaufen, wenn ihr gut zugeschlagen habt.
Quelle: Zum Originalartikel