EU-Kommission genehmigt Saudis Übernahme von EA
Die Europäische Kommission hat die Übernahme von Electronic Arts Inc. durch den Public Investment Fund (PIF) aus Saudi-Arabien genehmigt. Die Entscheidung erfolgt im Rahmen der EU-Fusionsregelung und bewertet ausschließlich wettbewerbsrechtliche Auswirkungen innerhalb der EU.
Es handelt sich nicht um eine Fusion, sondern um eine Eigentumsübertragung, durch die EA privatisiert wird. Die Behörde sah kein relevantes Wettbewerbsrisiko, da die Transaktion nur begrenzte Auswirkungen auf die betroffenen Märkte haben dürfte und nach dem normalen Merger-Verfahren geprüft wurde.
Ein wesentlicher Unterschied zur früheren Microsoft-Activision-Bewertung: Bei EA geht es primär um Besitzverhältnisse, nicht um eine Fusion zweier Marktteilnehmer. Die Transaktion würde EA mit rund 20 Milliarden US-Dollar an Fremdkapital belasten; diese finanzielle Struktur wird in der EU-Entscheidung jedoch nicht bewertet.
Spürbar bleibt der politische Druck in den USA: US-Senatoren signalisieren ernsthafte Bedenken und fordern eine gründliche Prüfung; die FTC könnte sich mit dem Vorhaben befassen, allerdings hängen Untersuchungschancen an politischen Verbindungen. Falls der Deal durchkommt, würde EA voraussichtlich mehr als 93 Prozent des Unternehmens gehören.
Für die Gaming-Community bedeutet das vor allem: Wer steckt hinter EA, und wie beeinflusst die Eigentümerstruktur künftig Investitionen, Studio-Entscheidungen und die Spielreihenfolge – Fragen, die sich jetzt stärker auf das Produktportfolio auswirken könnten.
Quelle: Zum Originalartikel