Erste PC-Absätze seit über einem Jahr: RAM-Preis-Schock drückt Käufer
Die PC-Branche erlebt eine neue Delle: Unabhängige Analysen zeigen, dass globale PC-Lieferungen im zweiten Quartal erstmals seit dem ersten Quartal 2025 sinken. Die Gesamtszahl liegt bei einem Rückgang von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Counterpoint erklärt, dass steigende Speicherkosten und teurere Bauteile OEM-Produktion eindämmen und die Verbrauchernachfrage drücken. Zwar stützen kommerzielle Refresh-Zyklen dank Windows-Migration und AI-PC-Nutzung die Nachfrage, doch RAM-Preissteigerungen und BoM-Kosten zwingen Hersteller zu Preisanpassungen, reduzieren Einstiegskonfigurationen oder lenken Ressourcen in höher-marge Premium-Systeme.
Betrachtet man die Markenentwicklung, sinken Lenovo (-2%), HP (-8%) und Dell (-6%). Asus (+4%) und Apple (+13%) verzeichnen Zuwächse, letztere teils dank des MacBook Neo; insgesamt reichen diese Zuwächse jedoch nicht, um die Gesamtnachfrage zu stützen, sodass die Stückzahlen weiter fallen.
Trotz dem Drang in Richtung AI-PCs und Windows-11-Anforderungen bleiben die Kosten hoch. Die RAM-Krise treibt BoM-Kosten in die Höhe, OEMs reagieren mit Preiserhöhungen, dem Kürzen von Einstiegsmodellen oder der Fokussierung auf margenstärkere Systeme. Selbst auf beliebten Verkaufsevents war das Bild nicht rosig: Midrange-Rigs kosten inzwischen rund 1.500 US-Dollar, Budget-Kisten unter 1.000 Dollar sind rar, und DDR4 bleibt häufiger anzutreffen als DDR5 in vielen neuen Builds.
Framework liefert eine greifbare Momentaufnahme: Ein Lieferant habe memory-Kosten „mehr als doppelt so hoch wie zuvor“ gemeldet. Größere Unternehmen wie Dell können Preissteigerungen länger kompensieren, doch das Muster lässt sich nicht ewig fortsetzen, insbesondere wenn die Preise weiter steigen, wie prognostiziert.
Für Gamer bedeutet das: Die Märkte verschieben sich hin zu teureren Konfigurationen, und echte Schnäppchen werden seltener. Die Mischung aus RAM-Knappheit, steigenden Bauteilpreisen und knappen Einstiegsoptionen könnte das Kaufverhalten in Zukunft weiter dämpfen – es bleibt vorerst ein Markt mit Fokus auf Effizienz statt Masse.
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