Valve prüft definitiv Arm-basierte Gaming-Zukunft neben FEX

Arm-Chips gewinnen im PC-Gaming an Boden, und Valve sitzt mittendrin: Neben dem FEX-Projekt plant das Unternehmen eine Arm-spezifische Version von SteamOS, die zeitgleich mit dem Snapdragon-basierten VR-Headset Steam Frame erscheinen soll.

In einem Gespräch mit Valve-Ingenieuren Yazan Aldehayyat und Pierre-Loup Griffais machte Griffais deutlich, dass Arm auch für eine mögliche Steam Machine 2 in Betracht gezogen wird. "Definitely, yeah," lautet seine knappe Bestätigung; er fügte hinzu, dass das Team neben FEX daran arbeitet, so viele Optionen wie möglich zu unterstützen, um die neuesten Gaming-Titel auch mit älteren Back-Catalogs zu ermöglichen.

FEX ist eine Übersetzungsebene, die x86-Games auf Arm-Chips bringt – ähnlich wie Proton Windows-Titel unter Linux ermöglicht. Griffais betont, dass mehr Optionen zu besseren Ergebnissen bei Preis-Leistung führen könnten, damit Nutzer mit weniger Rechenleistung dennoch die Library nutzen können.

Arm wird damit zu einer ernstzunehmenden Alternative zu x86 im Gaming-PC-Bereich. Der Markt wird von weiteren Arm-Ansätzen begleitet, etwa Nvidias RTX Spark-Architektur. Zudem arbeiten zahlreiche Entwickler an Arm-Portierungen oder gar Arm-native Versionen; die Arm-native Fassung von Alan Wake 2 auf einem vorab-Modell des Microsoft Surface Laptop Ultra hatte Dave von PC Gamer beeindruckt – ein Signal, wohin die Reise gehen könnte.

Zur Steam Machine und potenziellen Arm-Folgen sagt Griffais, dass man bei Systemdesigns wie diesem wie Anwender vorgeht: Man wählt Komponenten, prüft Sinnhaftigkeit – und FEX sowie SteamOS/Proton dienen als Katalysatoren, um letztlich bessere Preis-Leistung zu erreichen. Eine klare Zeitleiste für Arm-basierte Hardware nennt er nicht; es gelte vielmehr: "Wenn es Sinn macht, aufgerüstet wird – zu welchem Preis, zu welchem Zeitpunkt und mit welchen Spielen."

Gleichzeitig bleibt der Blick realistisch: Ein Arm-Follow-up ist nicht in naher Zukunft zu erwarten. Valve verweist darauf, dass das Steam Machine-Programm nicht unbedingt in derselben kurzen Zeitspanne wie das Steam Deck laufen wird; es hängt davon ab, wann es Sinn macht, aufzurüsten und welche Spiele vorhanden sind.

Die RAM-Knappheit hat auch Preise beeinflusst und die Auslieferung von Steam Machines belastet. Valve fragt sich gar, ob es Anfang 2026 überhaupt Steam Machines zu verkaufen gäbe, während die RAM-Situation sich eher erst 2028 entspannt – eine neue Generation könnte daher frühestens danach kommen.

Takeaway: Valve testet aktiv neue Architekturwege, um mehr Auswahl und Kosten-Nutzen-Optimierung zu liefern. Arm-basierte Optionen könnten künftig die Gaming-Hardware-Landschaft erweitern, wirklich realistisch sind sie aber erst mit einem veränderten Markt und passenden Timing.


Quelle: Zum Originalartikel

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