SK hynix investiert über 60 Mrd. USD in Südkorea – Speicherkrise hält an

In einer Meldung, die sich wie ein Bosskampf der Speicherindustrie anfühlt, plant SK hynix massive Bau- und Produktionspläne in Südkorea. Als einer der drei größten Speicherhersteller – neben Samsung und Micron – setzt das Unternehmen erneut auf AI-getriebene Chips und schiebt damit eine neue Runde Kapital in den Markt.

Gesamtvolumen: rund 100 Billionen Won, umgerechnet etwa 65 Milliarden US-Dollar. Das Geld fließt in neue Chipfabriken, davon 80 Billionen Won in NAND-Speicherproduktion und 20 Billionen Won in eine Packaging-Anlage, deren Betrieb voraussichtlich Ende 2027 starten soll.

Die Maßnahme kommt zu einer Zeit, in der Südkorea sich als Gamechanger im AI-Chip-Sektor positioniert und die Regierung investitionsfreundlich reagiert. NAND-Speicher dient primär der Speicherung, während DRAM in vielfältigen Anwendungen dominiert. Die Branche sieht die anhaltende Speicherknappheit als Triebfeder für langfristige Investitionen; Berichte über milliardenschwere NAND-Verträge, etwa von Biwin, deuten darauf hin, dass Preisstabilität oder -steigerung als realistisch eingeschätzt wird.

Langfristig deuten die Pläne darauf hin, dass die Nachfrage nach Speichern auch künftig hoch bleibt: Sowohl Samsung als auch SK hynix würden an der Lieferkette arbeiten, um das Risiko eines Überangebots zu minimieren. Experten gehen davon aus, dass die Speicherknappheit potenziell über 2028 hinaus andauern könnte – selbst wenn Angebot und Nachfrage sich angleichen, dürfte das Preispendel nicht sofort nach unten ausschlagen.

Für Gamer klingt das nicht nach akuter Entspannung, aber es liefert eine nüchterne Perspektive: Große Investitionen in Speichertechnik signalisieren Vertrauen in nachhaltiges Wachstum der Branche und könnten mittelfristig zu stabileren Speicherpreisen und mehr Speicheroptionen führen – egal, ob ihr eine SSD, RAM oder zukünftige AI-Hardware betrachtet.


Quelle: Zum Originalartikel

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