Redditor bastelt Steam-Cartridges aus günstigen SATA-SSDs

In einer überraschend pragmatischen Reaktion auf die Speicherknappheit zeigt ein Redditor eine physische Spielesammlung, die sich an Cartridge-Systeme anlehnt – jedoch laufen die Spiele von ausrangierten SATA-SSDs statt aus ROMs.

Der Nutzer Jibril-sama hat Second-Hand-SSDs mit 128 GB beschafft – angeblich für nur rund 7 Euro pro Stück – und daraus farbige Gehäuse mit Cover-Art gestaltet. Wird eine SSD in die Docking-Station eingesetzt, navigiert ein Script Steam direkt zur Bibliotheksseite des gewählten Spiels per Steam-Browserprotokoll. Offenbar lässt sich das System auch so konfigurieren, dass der Titel sofort gestartet wird.

Angesichts massiv steigender Speicherkosten wirkt das Vorhaben wie eine nerdige Hommage an physische Medien. Die Community merkt jedoch an, dass eine exakte Nachahmung heute kaum praktikabel wäre, da SSD-Preise weiter steigen könnten. Der Redditor deutet an, Glück gehabt zu haben, Restbestände in Bulk gefunden zu haben – vermutlich Refurbished-Teile aus alten PCs.

Jenseits dieses DIY-Spektakels erinnert der Branchenausblick daran, dass Sony plant, physische Discs nach 2028 nicht mehr zu produzieren. Das wirft Fragen zur Zukunft des Second-Hand-Markts und zur Abhängigkeit von Launchern auf, während DRM- oder Client-abhängige Titel den Besitz digitaler Spiele weiterhin komplex machen.


Quelle: Zum Originalartikel

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