Final Fantasy 7: Ever Crisis schließt weniger als drei Jahre nach Steam-Start

Eine überraschende Wendung aus dem Final-Fantasy-Universum: Final Fantasy 7: Ever Crisis wird eingestellt – und das deutlich schneller als viele erwarteten. Das Gacha-Spiel, das vor knapp drei Jahren auf Steam ging, beendet seinen Dienst und schließt am 6. Oktober endgültig die Server. Der Publisher Square Enix führt in einer End-of-Service-Mitteilung an, dass der Verkauf der In-Game-Währung Red Crystal bereits gestoppt wurde und der Spielbetrieb danach beendet wird.

Gleichzeitig heißt es, dass alle notwendigen Schritte unternommen wurden, um den Abschluss so reibungslos wie möglich zu gestalten. Es sei bedauert, die Spieler nicht länger optimal unterstützen zu können, und aus Gründen, die nicht weiter erläutert wurden, habe man sich entschlossen, den Dienst einzustellen. Bereits jetzt bleiben die regulären In-Game-Events aktiv, doch alles läuft auf das Shutdown-Datum zu, inklusive der Löschung von Kontoinformationen nach Abschluss aller Prozeduren, um Nutzerdaten zu schützen.

Die Resonanz in der Community ist gemischt. Auf Steam fällt Ever Crisis auf eine „mixed“-Bewertung, während die Android- und iOS-Fassungen teils deutlich bessere Bewertungen erhalten. Konkrete Nutzerzahlen sind nicht bekannt. Die Kritik konzentriert sich vor allem auf Monetarisierung und den chronischen Grind, der viele Spielerinnen und Spieler abgeschreckt haben dürfte.

Inhaltlich ließ sich Ever Crisis als Neuaufarbeitung der FF7-Geschichte beschreiben: Es vereinte das Original, den Film Advent Children sowie Spin-offs wie Before Crisis, Crisis Core und Dirge of Cerberus – eine echte Mammutaufgabe, die im Detail auch am Spielprinzip von Gacha-Mechaniken rüttelte. PC Gamer-Redakteurin Mollie Taylor blieb dabei skeptisch gegenüber dem Konzept, während der allgemeine Tenor derWSSteam-Rezensionen die Monetarisierung als problematisch bezeichnete.

Der Abschied ist endgültig. Die verbleibenden In-Game-Events werden bis zum Shutdown weiterlaufen, doch danach heißt es: End of Service. Wer noch Inhalte freischalten oder Fortschritte sichern wollte, dürfte sich sputen müssen. So bleibt Ever Crisis als kuriose Mischung aus FF7-Erzählung, Sammelerie und Gacha-Mechanik in Erinnerung – eine Lektion darüber, wie schwer ein langfristiges Monetarisierungsmodell in einem frei zugänglichen Franchise tatsächlich funktionieren kann.


Quelle: Zum Originalartikel

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