CXMT-Speicher sorgt für Validierung auf Mainstream-Motherboards
Die RAM-Knappheit bleibt hartnäckig, doch CXMT rückt in den Fokus der Validation-Tests. Während der Markt bis mindestens 2028 mit Engpässen rechnet, suchen Komponentenhersteller nach China-basierten Alternativen, um die Nachfrage zu bedienen.
MSI hat kürzlich BIOS-Unterstützung für CXMT-DDR5-Speicher auf AMD-Motherboards freigegeben. Von DDR5-6800 ausgehend reicht das Update nun bis DDR5-8200, wie VideoCardz berichtet. Asus folgt mit einer ähnlichen Update-Strategie für AM5-Motherboards; je nach System-Konfiguration lässt sich DDR5-8200 erreichen, und ein KingBank-2x-24 GB DDR5-6000-Kit konnte auf DDR5-8400 übertakt werden.
Im Gegensatz zu MSI ist Asuss BIOS-Version 1686 global verfügbar. Wer selbst testen will, sollte sich gut informieren — neben CXMT gibt es auch andere chinesische Optionen, die Beachtung verdienen.
Corsair setzt CXMT-DDR5-Dies in Vengeance-RAM-Kits für den chinesischen Markt ein; Lexar soll CXMT DRAM für seine Thor DDR5-7600 CL38-Kits verwenden, wobei auch eine DDR5-7200 CL38-Konfiguration erwartet wird. Zwei 16-GB-Sticks bleiben typisch. Die Community hält zudem Blick auf weitere chinesische Optionen.
Makro-Status: CXMT rückt zurzeit stärker in den Fokus und gilt laut Financial Times als viertgrößter DRAM-Hersteller hinter Samsung, SK hynix und Micron. 11% der Waferkapazität wurden dem Unternehmen zuletzt zugeordnet; Prognosen sprechen von 15% bis 2028. Im ersten Quartal 2026 meldete CXMT einen Nettogewinn von rund 33 Milliarden Yuan – eine beeindruckende Steigerung zum Vorjahr.
Kontroversen begleiten den Aufstieg: Ein früherer Samsung-Forscher wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt, weil er Kern-DRAM-Technologie an CXMT weitergab. Zudem listet die Pentagon-Blacklist CXMT wegen vermuteter militärischer Verbindungen, was Apples Beschaffung vor Herausforderungen stellt. Dennoch dürfte CXMT in den kommenden Monaten weiter Schlagzeilen liefern.
Takeaway: Die CXMT-Dynamik verändert den Speicher-Markt – konkrete Preis- oder Leistungsentlastung für Gamer bleibt jedoch unklar. Beobachten lohnt sich, denn mehr Konkurrenz könnte die Versorgung stabilisieren – konkrete Auswirkungen auf Preise und Verfügbarkeit werden sich erst zeigen.
Quelle: Zum Originalartikel