379 ZeniMax-Layoffs: Großteil aus ESO Online-Studio
Eine offizielle WARN-Mitteilung greift tief in die Personalplaner-Kiste von ZeniMax: Insgesamt 379 Mitarbeitende müssen gehen, und der Großteil stammt aus dem The Elder Scrolls Online-Studio. Inmitten einer Branche, die von Umstrukturierungen und Roadmap-Umstellungen geprägt ist, wirkt diese Zahl wie ein lauter Weckruf.
Im Detail geht es um 213 Entlassungen bei ZeniMax Online und 166 bei ZeniMax Media, womit sich die Gesamtsumme von 379 ergibt. Die WARN-Notiz verweist auf zwei Standorte – ZeniMax Online und ZeniMax Media – und lässt offen, ob Bethesda Game Studios separat geführt wird. Offenbar gibt es kein separates WARN-Dokument für BGS, was darauf hindeuten könnte, dass dessen Personalbestand in die 166er-Zahl eingeflossen ist, da Bethesda und ZeniMax Media offenbar eine gemeinsame Büroadresse teilen.
Zusätzlich wurden 136 Entlassungen bei id Software gemeldet, die in Texas separat als ZeniMax Media Inc. geführt wurden. Es bleibt unklar, wie viele der 166 Ausfälle aus Rockville-Bethesda-Entwicklern stammen und wie viele aus dem Verlags- bzw. Publishing-Bereich von ZeniMax.
Schon zuvor rankten Berichte um ZeniMax Online um Besorgnis: Game Developer berichtete von einer ZeniMax Online Union mit 461 Mitgliedern Ende 2024. Die jüngsten WARN-Notizen beziehen sich auf 275 weitere Stellenverluste bei ZeniMax Online zwischen Juli 2025 und 2026; die Juli-Vorjahresmeldung sprach von 62 betroffenen Jobs. Unter der Annahme, dass die Gewerkschaft die Mehrheit der Mitarbeitenden repräsentiert und weitere Abwanderungen gering bleiben, läge die aktuelle Belegschaft von ZeniMax Online schätzungsweise bei 186 Personen – rund 40 % dessen, was vor eineinhalb Jahren noch vorhanden war.
Eine Randnotiz aus der Branche: Ein am September 2024 kursierender LinkedIn-Eintrag eines ESO-UX-Leiters wurde oft zitiert, um die wirtschaftliche Tragweite desESO-Teams zu veranschaulichen. Die Passage von einem kontinuierlichen Umsatz von circa 15 Millionen Dollar pro Monat über mehr als ein Jahrzehnt illustriert, wie essenziell dieses Studio gewesen sein dürfte – und wie schnell solche Erfolgsmodelle unter Druck geraten können, wenn die Belegschaft schrumpft.
Für Spieler bedeutet das: Roadmaps könnten sich verschieben, Ressourcen neu verteilt werden, und das ECM/Publishing-Gebilde könnte künftig stärker in den Fokus rücken. Insgesamt verweist der Fall auf einen größeren Branchen-Trend: Großprojekte, veränderte Zeitpläne und neue Prioritäten in einer Zeit zunehmender Konsolidierungen. Ob ESO künftig stärker vom Kurs des Studios abhängt oder wie sich die Linien zwischen Produktion und Publishing verschieben, bleibt abzuwarten.
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