SWITCH 2 PORT-CHECK: HANDHELD-LUXUS ODER GRAFIK-LIMIT?
2026 ist die Port-Frage nicht mehr: „Geht das überhaupt?“ – sondern: „Wie clever ist der Trade-off?“. Die Nintendo Switch 2 setzt offiziell auf ein 1080p-Handheld-Display mit HDR10 und VRR bis 120 Hz, dazu 256 GB UFS-Speicher und eine 4K-Ausgabe im Dock (bis 60 fps). Gleichzeitig kommuniziert Nintendo beim Chip bewusst nur „angepasster NVIDIA-Prozessor“ – und überlässt die „Wie viel Rohleistung genau?“-Diskussion den Tech-Analysen.
- Hard Facts: Was Switch 2 offiziell kann
- DLSS & Raytracing: Warum die Tricks wichtiger sind als TFLOPs
- Port-Scorecard 2025/26: Outlaws, Cyberpunk, AC Shadows
- Die typischen Opfer: Wo Ports sparen (müssen)
- Cross-Save & Doppel-Kauf: Wann lohnt es sich wirklich?
- Checkliste: So bewertest du jeden Switch-2-Port in 90 Sekunden
- Affiliate-Box (Amazon)
- Quellen
Hard Facts: Was Switch 2 offiziell kann
Bevor wir über „Port-Magie“ reden, die Basis: Diese Spezifikationen sind von Nintendo offiziell kommuniziert (und sind der Grund, warum Ports heute in einer anderen Liga spielen als auf der ersten Switch).
- 7,9″ LCD, 1920×1080
- HDR10 + breites Farbspektrum
- VRR bis 120 Hz
- Bis 4K (3840×2160) @ 60 fps
- 120 fps bei 1080p/1440p Auswahl
- HDR10 Support
- 256 GB UFS (ein Teil systemreserviert)
- microSD Express bis 2 TB (nur Express, andere Karten nur für Medienkopie)
- Wi-Fi 6 + Bluetooth
- Dock mit LAN-Port
- 2 – 6,5 h (spielabhängig)
- ~ 3 h Laden im Ruhemodus
Wichtig: „4K-Ausgabe“ bedeutet nicht automatisch „4K-Rendering“. In der Praxis sehen viele Ports im Dock so aus: niedrigere interne Auflösung + Upscaling → 4K-Signal. Und genau hier entscheidet sich, ob ein Port „weichgezeichnet“ wirkt – oder überraschend sauber.
DLSS & Raytracing: Warum die Tricks wichtiger sind als TFLOPs
NVIDIA beschreibt Switch 2 als System mit RT-Cores (Raytracing) und Tensor-Cores (KI-Features wie DLSS). Zusätzlich nennt NVIDIA VRR via G-SYNC im Handheld und spricht von 10× Grafik-Performance gegenüber der ersten Switch. Entscheidend für uns: DLSS ist in Port-Land kein „Nice to have“, sondern oft die Lebensversicherung für stabile Bildraten.
- Interne Auflösung runter (damit die GPU nicht kollabiert) …
- … DLSS hoch (damit es auf 1080p-Handheld/1440p-Output nicht matschig aussieht).
- Ergebnis: Ports halten eher die Ziel-FPS, bezahlen aber mit „Softness“, temporären Artefakten oder aggressiver DRS.
Port-Scorecard 2025/26: Drei Schwergewichte im Realitäts-Check
Statt „gefühlt“ gibt’s hier die am besten belegbaren Eckpunkte zu drei technisch schweren Switch-2-Ports. Zahlen zu Auflösung/DRS können je nach Patch variieren – ich markiere daher, wo es sich um Analyse-Mittelwerte handelt.
1) Star Wars Outlaws: Das Paradebeispiel für „DLSS rettet den Port“
Ubisoft kommuniziert für Switch 2 offen ein Ziel von bis zu 30 fps in TV- und Handheld-Modus und bestätigt Cross-Progression über Ubisoft Connect. Gleichzeitig ist der „physische“ Release ein Reality-Check: Game-Key Card heißt: Download + Karte muss zum Spielen drin sein.
- DLSS + dynamische Auflösung (DRS) als Kernstrategie
- Typische interne Werte: ~720p (Dock) / ~540p (Handheld) mit höherem Output (Analyse-Mittelwerte)
- 30-fps-Ziel meist stabil, Cutscenes können eher wackeln
- Asset-Cuts (Foliage/Draw Distance), dafür überraschend starke Gesamtwirkung
In Reviews wird der 30-fps-Cap häufig als „sehr smooth“ beschrieben – insbesondere im Handheld, wo die 1080p-Panelgröße und die typische Betrachtungsdistanz viele Kompromisse kaschieren.
Merksatz: Handheld wirkt oft besser als Dock, weil Upscaling-Artefakte am TV gnadenloser sind.
2) Cyberpunk 2077: Ultimate Edition: Feature-Port statt „nur“ Grafik-Port
CD PROJEKT RED bewirbt die Switch-2-Version ausdrücklich mit neuen Eingabe-Optionen: Gyro-Zielen, Touchscreen, Maus-/Motion-Controls. Das ist smart, weil es den Port nicht nur über Pixel definiert, sondern über Nutzbarkeit unterwegs.
- Spiel auf allen Plattformen auf aktuelle Version bringen.
- Im Lade-Menü Cross-Progression aktivieren und mit dem CD PROJEKT RED Account verbinden.
- Neuen Save anlegen → Cloud-Symbol erscheint → Save ist auf anderen Plattformen abrufbar.
3) Assassin’s Creed Shadows: Wenn die Stadt dein Endgegner ist
Bei Open-World-Assassin’s-Creed-Ports entscheidet weniger die „Waldszene“, sondern die „Stadt“: NPC-Dichte, Streaming, Schatten, Transparenzen, Traversal-Speed. Tech-Analysen beschreiben für Switch 2 typischerweise ein 30-fps-Target und eine dynamische Auflösung (Dock oft um ~720p), aber auch: Einbrüche in fordernden Szenen und sichtbar reduzierte Detaildichte.
Wichtig: Dieser Port ist ein gutes Beispiel dafür, dass Patch-Stände massiv zählen (Stabilität/Crashes/Frame-Pacing).
Die typischen Opfer: Wo Ports sparen (müssen)
Fast jeder „krasse“ Switch-2-Port bezahlt in denselben Währungen. Wenn du weißt, wonach du suchen musst, erkennst du sofort, ob ein Port sauber gemacht ist – oder nur „irgendwie läuft“.
- Softness durch Upscaling / aggressive DRS
- Pop-in bei LOD/Vegetation
- Aliasing an feinen Kanten (Haare, Zäune)
- Textur-Cuts (vor allem in der Ferne)
- Frame-Pacing wichtiger als „Durchschnitts-FPS“
- Hitching beim Nachladen (Streaming)
- Cutscene-Drops sind häufig der „Wahrheitstest“
- Ladezeiten hängen stark an Asset-Management (und Downloads)
Cross-Save & Doppel-Kauf: Wann lohnt es sich wirklich?
Der „Doppel-Kauf“ (z.B. PS5/Xbox/PC + Switch 2) lohnt sich nur, wenn mindestens zwei Dinge stimmen: Cross-Progression existiert und die Switch-2-Version ist patch-paritätisch (oder schnell genug). Beispiele, bei denen Cross-Progression offiziell bestätigt/beschrieben ist: Star Wars Outlaws (Ubisoft Connect) und Cyberpunk 2077 (CDPR Account).
- Quest-Game unterwegs (Handheld) + Story-Beats zuhause (TV/PC)
- Daily-Progress (Grinding, Sammeln, Nebenmissionen) auf Switch 2
- Photo Mode / maximale Grafik auf Hauptplattform – „Weiterzocken“ auf Switch 2
- Cross-Progression ist oft Account-gebunden (Ubisoft/CDPR) und muss aktiv eingerichtet werden.
- „Physisch“ kann trotzdem große Downloads bedeuten (Game-Key Cards).
- Bei Tech-Monster-Games kann die „beste“ Version stark vom Patch-Stand abhängen.
Checkliste: So bewertest du jeden Switch-2-Port in 90 Sekunden
- Ziel-FPS? 30 oder 60 – und gibt’s stabile Frame-Pacing-Berichte?
- DRS/DLSS? Wird Upscaling genutzt – und wie „weich“ wirkt es im Dock?
- Cutscenes testen: Gerade dort brechen Ports oft zuerst ein.
- Streaming/Hitching: Gibt’s Mikroruckler beim schnellen Traversal?
- Handheld vs Dock: Wirkt Handheld „cleaner“ (typisch) oder ist Dock klar überlegen?
- Cross-Progression: Offiziell bestätigt oder nur Hoffnung?
- Speicher/Download: Game-Key Card / Pflichtdownload / Day-One-Patch?
Switch 2 ist im Handheld-Modus am stärksten: Das 1080p-Panel, VRR und gutes Upscaling lassen viele Ports „besser wirken“, als die Rohdaten vermuten lassen. Am großen 4K-TV werden Upscaling-Artefakte und DRS-Softness dagegen schneller sichtbar – dort entscheidet die Port-Qualität gnadenlos.
Wenn du Switch 2 (oder Bundles/Zubehör) checken willst: Mit deinem Kauf über den Link unterstützt du BegateGames – ohne Mehrkosten für dich.
JETZT AUF AMAZON PRÜFENFrage an dich: Welcher Port hat dich auf Switch 2 am meisten überrascht – und bei welchem war das Dock-Ergebnis „zu soft“?
Quellen (sauber & direkt)
- Nintendo: Nintendo Switch 2 – Spezifikationen (DE)
- Nintendo: Nintendo Switch 2 – Technical Specs (US)
- NVIDIA Blog: Switch 2, DLSS, Raytracing & G-SYNC
- Ubisoft: Star Wars Outlaws – Switch 2 Release FAQ
- Nintendo Everything: Star Wars Outlaws – Framerate/Resolution-Analyse (Switch 2)
- Nintendo Life: Star Wars Outlaws – Review (Switch 2)
- Cyberpunk.net: Ultimate Edition jetzt für Switch 2 erhältlich (Features)
- CD PROJEKT RED Support: So nutzt du Cross-Progression
- Nintendo Life: Cyberpunk 2077 – Review (Switch 2)
- Nintendo: Cyberpunk 2077 Ultimate Edition (DE Store-Seite)
- GamePro: Assassin’s Creed Shadows – Switch-2-Analyse
- TechRadar: Assassin’s Creed Shadows – Switch-2-Review