ZeniMax-Online-Boss geht – und der Zeitpunkt fällt mit Microsofts großem Kahlschlag zusammen
Ausgerechnet am Tag, an dem Microsoft laut Berichten rund 9.000 Mitarbeitende entlassen und mehrere Projekte beendet hat, sorgt eine Personalie für zusätzliche Unruhe: Matt Firor, langjähriger Chef von ZeniMax Online Studios, hat seinen Abgang bestätigt.
Der Zeitpunkt ist dabei das eigentliche Signal. Firor macht deutlich, dass seine Trennung nicht losgelöst vom aktuellen Kurs des Konzerns zu sehen ist: Wenn parallel Personal abgebaut und Projekte gestrichen werden, verändert sich zwangsläufig auch der Spielraum für langfristige Vorhaben – gerade in einem Umfeld, in dem MMO-Produktionen jahrelange Planung, stabile Teams und verlässliche Budgets brauchen.
Besonders brisant wirkt in diesem Kontext sein Verweis auf „Project Blackbird“: Firor deutet an, das sei das Spiel gewesen, auf das er im Grunde sein gesamtes Berufsleben hingearbeitet habe. Wenn ein Studio-Chef so über ein Projekt spricht, ist das mehr als Nostalgie – es klingt nach einem Herzensprojekt, das strategisch oder strukturell nicht mehr in die Realität des aktuellen Arbeitgebers passt.
Damit rückt ein bekanntes Branchenmuster wieder in den Vordergrund: In der AAA-Entwicklung können Unternehmensentscheidungen von oben die Dynamik ganzer Studios innerhalb kürzester Zeit drehen. Führungspersonen wechseln, Prioritäten verschieben sich, Projekte verschwinden – und selbst langfristig angelegte MMO-Pläne bleiben volatil, wenn Ressourcenlagen plötzlich neu verteilt werden.
Unterm Strich bleibt die Takeaway klar: Was gestern noch nach „langfristiger Roadmap“ aussah, kann morgen schon zur Disposition stehen. Für Fans und Beobachter heißt das, ZeniMax Online Studios und mögliche neue Projekte noch genauer im Blick zu behalten – gerade, weil die nächsten Entscheidungen vermutlich weniger kreativ als strategisch getrieben sein werden.
Quelle: Zum Originalartikel