Top 10 Spiele des Jahres 2013
Top 10 Spiele des Jahres 2013 (by Muttonchops)
Das Spielejahr 2013 neigt sich allmählich dem Ende zu – hier ist meine subjektive Top Ten der besten Spielerlebnisse.
Das Spielejahr 2013 neigt sich allmählich dem Ende zu und so gebietet es schon mein Interesse an Games alleine, dass ich mir Gedanken um meine persönliche Topliste der besten Spiele der vergangenen 12 Monate mache.
Also habe ich mir Stift und Zettel geschnappt und eine kleine Pro- und Contra-Liste meiner letztjährigen Gamingerfahrungen gemacht. Dies wiederum ergab eine kleine Hitliste der positivsten Spielerlebnisse.
Das Ergebnis dieser Liste seht ihr hier in Form einer kleinen – natürlich subjektiven – Top Ten.
Luigis Mansion 2
Obwohl 2013 laut Nintendo das Jahr des Luigi war, wurde der schnauzbärtige Klempner in Grün leider nicht mit der Aufmerksamkeit bedacht, die ihm vielleicht hätte zuteil werden sollen. So gab es nur eine Variante von Super Mario Bros. U und das 3DS-Spiel Luigis Mansion 2, in welchem Marios schlacksiger Bruder als Protagonist auftreten durfte.
Luigis Mansion 2 stellt hierbei den Nachfolger zu dem GameCube-Klassiker rund um den geisterjagenden Angsthasen Luigi dar. Und man darf Nintendo zu diesem neuen Grusel-Abenteuer gratulieren: Luigi kommt in dem Spiel – auch dank seiner Tollpatschigkeit – unglaublich sympathisch rüber.
Das Spiel selbst verbindet angenehmes Herrenhaus-Ambiente, wie zu besten Resident Evil-Zeiten, mit herzerweichendem Slapstick und Nintendo-Charisma. Ein rundum gelungenes Spiel.
Bioshock Infinite
Große Hoffnungen steckte die Gamerschaft in das neueste Machwerk von Ken Levine. Und sie sollte nicht enttäuscht werden. Bioshock Infinite gehört ganz klar zu den besten Titeln dieses Jahres und wird auf zahlreichen Top-Listen unter den ersten drei Plätzen liegen.
Warum das hier nicht so ist, möchte ich gerne erklären: Natürlich ist der Trip in die Wolkenstadt Columbia unglaublich atmosphärisch. Die Geschichte, die dieses Spiel erzählt, vermochte ganze Internetforen über Wochen zu beschäftigen – denn zumindest die Auflösung am Ende ist wirklich eindrucksvoll.
Leider krankt der Shooter, so ideenreich auch seine Story sein mag, an seiner arg altbackenen Shooter-Mechanik. Hier merkt man, dass man sich zu stark von seinen Vorgängerteilen beeinflussen lassen hat. Nichtsdestotrotz gibt es eine klare Empfehlung von mir – und eine Top-Ten-Platzierung ist verdient.
Deadpool
Gut, das Spiel um die Quasselstrippe unter den Marvel-Helden mag nicht unbedingt durch sein Gameplay überzeugen. Allzu sehr gerät es hier ins Hintertreffen im direkten Vergleich mit anderen Genrevertretern.
Dennoch hatte ich sehr viel Spaß mit dem kurzweiligen Hack’n’Slay um Deadpool. Sein aus den Comics bekannter Humor wurde sehr gut durch die High Moon Studios eingefangen. Selten habe ich beim Zocken so oft und herzhaft gelacht wie bei Deadpools erstem Auftritt in einem eigenen Videospiel.
Ich hoffe, es mögen noch weitere Abenteuer des Vierten-Wand-Brechers folgen. Hier geht’s zum Test von DeJul: -zum Test-
Splinter Cell: Blacklist
Um im Detail zu erfahren, was mir an Splinter Cell: Blacklist gefallen hat, empfehle ich meinen Test zu dem Spiel: -zum Test-
Zusammenfassend kann man sagen, dass das Spiel vor allem von seinem variantenreichen und spaßigen Gameplay profitiert. Das intelligente Leveldesign fordert immer wieder zu kreativen Aufgabenbewältigungen auf und unterhält über die gesamte Länge des Spieles.
Da ist es auch nicht weiter tragisch, dass die Story um Sam Fisher und seinen Trupp nicht allzu spannend ausfällt. Ein verdienter Platz 7.
DmC – Devil May Cry
Was hagelte es bereits im Vorfeld an Kritik ob der optischen Neuausrichtung Dantes, welches das westliche Entwicklerstudio Ninja Theory sich zu vollziehen erlaubte. So wurde aus dem allzu coolen grauhaarigen Dante ein jüngerer, ebenso cooler, dunkelhaariger Dante. Keine langen Haare mehr, sondern eine stylische Kurzhaarfrisur. Blasphemie!
Wie auch immer: Was am Ende blieb, war ein ultrastylisches, sehr kurzweiliges Hack’n’Slay, welches nicht nur durch seine exzellenten Bossfights einen klasse Reboot der Serie darstellte. Top-Ten-Platzierung: check.
Batman: Arkham Origins
Nun, man darf gerne propagieren, dass Batman: Arkham Origins von Warner Bros. Games Montréal lediglich eine unindividuelle Weiterentwicklung von Rocksteadys beiden vorherigen Batman-Spielen (Arkham Asylum und Arkham City) war.
Hierbei muss man zweifellos anerkennen: Diese beiden Games waren absolut erstklassig – endlich mal richtig gute Superheldenspiele. Und ja: Origins ist vielleicht nur eine marginale Weiterentwicklung von Arkham City. Und ja: Vielleicht stagniert die Serie ein wenig.
Aber nichtsdestotrotz ist Origins ein grandioses Spiel mit einer sehr guten Geschichte und wunderbarer – weihnachtlicher – Atmosphäre. Mir persönlich hat das Spiel viel Spaß bereitet und man mag es mir nachsehen, wenn ich frei heraus sage: Batman: Arkham Origins hat mir besser gefallen als Arkham City. Ein verdienter Platz 5.
Tomb Raider
Nach DmC ein weiterer Serienreboot in meiner persönlichen Jahres-Top-Ten und für mich eine der absoluten Überraschungen 2013. Ich gebe ganz ehrlich zu: Ich bin mit der Action-Adventure-Serie um Lara Croft nie so richtig warm geworden.
Zwar habe ich seinerzeit den ersten Teil auf meiner PS1 gespielt, die Nachfolger jedoch in Gänze ignoriert. Mit der Geschichte um die „verjüngte“, verletzliche Lara und die Erzählung um die Geschehnisse, welche aus ihr die toughe Abenteurerin haben werden lassen, habe ich sehr viel Spaß gehabt.
Mir hat die an Uncharted angelehnte Inszenierung gefallen und auch das vergleichbare Gameplay hat bei mir direkt gezündet. Man mag nun kritisieren, dass man als verletzliches Mädchen nicht unbedingt gleich hunderte Gegner niedermetzeln muss – aber das sind Abstriche, die dem brillant spaßigen Gameplay geschuldet sind. Ein würdiger Platz 4.
GTA V
Bereits zum Zeitpunkt seiner Ankündigung war klar: Der neueste Teil von Rockstars Grand Theft Auto-Serie wird eines der Spiele des Erscheinungsjahres – und ein ebenso kolossaler Kassenschlager wie schon seine Vorgänger.
Und eben jenes Grundvertrauen sollte durch Rockstar nicht enttäuscht werden. GTA V war seinen Vorgängern in sämtlichen Belangen überlegen. Es vermochte gleich die Geschichte von drei Charakteren zu erzählen – und unter ihnen war mit Trevor auch noch einer, der allen Spielern im Gedächtnis bleiben dürfte.
Dazu kam eine Spielwelt, die an Ausmaß und Detailreichtum alles bisher Dagewesene locker in den Schatten stellte. Freizeitaktivitäten à la Bergsteigen, Tennisspielen, Golfen, Fallschirmspringen, Radfahren, Fliegen etc. – eine schier unendliche Liste an Aufgaben erwartete den Spieler.
Ein tolles Spiel, das die Bronzemedaille einheimst und dem eine höhere Platzierung lediglich durch die Grandiosität des Erst- und Zweitplatzierten verwehrt bleibt.
The Last of Us
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass The Last of Us schon nach dem Ankündigungstrailer einen Stein bei mir im Brett hatte. Zunächst einmal steckte mit Naughty Dog eines der kompetentesten Entwicklerteams hinter dem Projekt. Dann konnte man sofort erkennen: Storytelling stand ganz groß im Fokus.
Zu guter Letzt dann noch das postapokalyptische Setting – es war klar, dies hier wird eines der Spiele des Jahres. Und es wurde nicht nur das. Vielmehr war es eine Huldigung an die auslaufende Konsolengeneration – ein absolutes Geschenk an jeden PS3-Besitzer.
Man muss Naughty Dog danken, dass sie sich entgegen dem Trend dafür entschieden haben, der PS3 auf dem Sterbebett noch ein neues und zudem derart gutes Franchise zu offerieren. Dafür gab es damals verdiente 95 Spielspaßpunkte von mir: -zum Test- – und dafür gibt es auch jetzt einen verdienten zweiten Platz.
Persona 4 Golden
Ein PS-Vita-Spiel – und trotzdem (oder gerade deshalb) mein persönlicher Favorit.
Vor allem nach den Lobeshymnen auf die vorgenannten Spiele mag man sich nun ob des Erstplatzierten wundern. Was, ein Remake eines PS2-Spiels?! Und dann auch noch eines, was auf der ganzen Welt bereits vor diesem Jahr erschienen ist! Ernsthaft? Ein PS-Vita-Spiel!? Und unbeschämt möchte ich sagen: Ja.
Persona 4 Golden ist mein Spiel des Jahres 2013. Der Tatsache geschuldet, dass es nun mal erst im Februar dieses Jahres seinen Deutschlandrelease hatte, musste es in der diesjährigen Topliste bedacht werden. Und dem Umstand geschuldet, dass es ein grandioses Spiel ist, befindet es sich auf dem ersten Platz meiner persönlichen Top Ten.
Mit keinem anderen Spiel habe ich in diesem Jahr mehr Zeit verbracht – und kein anderes Spiel hat mir dabei mehr Spaß bereitet. Die Charaktere, die Mischung aus Alltagssimulation und Rollenspiel, die spannende Geschichte um das Mysterium des Mitternachtskanals – alles zusammen macht die Spielerfahrung aus. Es fiel mir wirklich schwer, als nach etlichen Stunden der Abspann lief, mich aus Inaba zu verabschieden!
Persona 4 Golden ist mein persönliches Spiel des Jahres 2013!
Waren auch eure Lieblingsspiele in dieser Top Ten? Wer ist euer persönlicher Favorit in diesem Jahr? Gibt es Spiele, die hier nicht vertreten sind, die aber unbedingt in eure persönliche Top Ten gehören? Feedback ist erwünscht.
Hinweis: Eingebundene Trailer wurden entfernt (sauberer in Bezug auf Rechte/Tracking). Wenn du willst, ergänze ich pro Platz einen neutralen „Trailer ansehen“-Link (ohne Embed).